Auch im Nationalrat: Standesinitiativen vorerst sistiert

Auch im Nationalrat: Standesinitiativen vorerst sistiert

Bundeshaus BernAuch in der Sommersession des Nationalrates wurden die Standesinitiativen sistiert, welche ein Verbot von Gewaltvideospielen, einen wirksamen und einheitlichen Kinder- und Jugendmedienschutz, sowie die Revision des Artikels 135 des StGB verlangen. Sie wurden eingereicht von den Kantonen Bern (08.316), St. Gallen (09.313, 08.334), Tessin (09.314), Freiburg (09.332) und Zug (10.302). Die Sistierung hatte die Komission für Rechtsfragen zuvor in diesem Bericht vorgeschlagen. Somit schliesst sich der Nationalrat der Entscheidung des Ständerates an und die Behandlung der Standesinitiativen wird nun für mehr als ein Jahr ausgesetzt.

Für einen nähere Beschreibung der Initiativen und deren Behandlung durch den Ständerat siehe diesen Artikel von GameRights.

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+2 #3 Alain 2011-07-07 19:31
zitiere notwithoutlove:
man muss produkte (filme, bücher, musik, spiele & co.) verbieten, die einen schlechten einfluss auf den menschen haben können.
Argh, ich weiss, ich betreibe hier Trollfütterung, aber es ist eine so verdammt schöne Steilvorlage, die muss man einfach verwerten... ^^

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article6742279/Killerspiele-sind-harmloser-als-Bibel-und-Koran.html

Ich zitiere: «[...] Von daher müsste eigentlich erst einmal ein Verbot von Religionen gefordert werden. Aber keiner der Killerspiel-Geg ner setzt sich dafür ein. Offenbar haben Religionen eine bessere Lobby. Es schreibt ja auch niemand Killerbuch, wo die Bibel oder der Koran gemeint sind.»

Und weiter: «Der Versuch, Killerspielen zumindest eine Mitschuld an Amokläufen zu geben, ist dem Wunsch geschuldet, eine rationale Erklärung für eine irrationale Tat zu finden. [...] Was damit erreicht wird, ist eine emotionale bis hysterische Debatte, bei der irritierend leichtfertig das Verbot von Computerspielen gefordert wird. Das führt zu nichts, [...]. Was machen wir, wenn nach dem Verbot der Killerspiele wieder etwas passiert? Was verbieten wir dann?»

Bin ich dafür, dass man die Bibel, den Koran oder gleich die Religion als solches verbietet? Nein. Bin ich dafür, dass man Leuten den Spiegel vorhält, die unsinnige Forderungen stellen? Ja, unbedingt.
 
 
-3 #2 notwithoutlove 2011-07-07 11:35
schade, dass man das problem vor sich her schiebt. es braucht auf nationaler ebene eine gute lösung, man muss produkte (filme, bücher, musik, spiele & co.) verbieten, die einen schlechten einfluss auf den menschen haben können. dazu gehört beispielsweise auch die prostitution, die man längst hatte unterbinden müssen.
 
 
+3 #1 Athavariel 2011-06-25 17:53
Dann wird sich erst das neue Parlament damit befassen müssen. Hoffe es schaffen viele Politiker den Sprung ins Parlament, bei den kommenden Wahlen im Herbst, die sich nicht dadurch profilieren müssen Menschen wegen eines Hobbys zu stigmatiesieren .
 

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