Neuer Anlauf: Nationalrat Jean-Pierre Grin fordert Game-Verbot

Jean-Pierre Grin: Voller Elan gegen VideospieleLänger war es nun still um mögliche Game-Verbote in der Schweiz. Den vor einiger Zeit eingereichten Motionen Hochreutener und Allemann scheint kaum Priorität zugewiesen zu werden. Die Politik befasst sich mit anderen Themen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Im Gegenteil: Die Gruppe der Spielegegner erhielt jüngst Zuwachs.

Vergangenen Monat hat der SVP Nationalrat Jean-Pierre Grin eine kurze Interpellation mit dem Titel „Jugendgewalt: Was tun?“  eingereicht. Mit Hilfe dieses Instruments möchte der siebenundsechzigjährige Waadtländer im speziellen zwei Fragen durch den Bundesrat beantworten lassen.

Diese Fragen sind:

 

Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass ein Verbot gewisser brutaler elektronischer Spiele sich aufdrängt?

Ist es möglich, brutale Zeichentrickfilme, die auf öffentlichen Fernsehkanälen ausgestrahlt werden, zu zensurieren?

Auf den ersten Blick verwirrend scheint, dass Videospiele hier als Grund für grundlose Gewalt angesehen werden. Weiter werden – einmal mehr – Videospiele als Erklärung für Gewalttaten herangezogen, obwohl nach wie vor der empirische Nachweis eines generellen Zusammenhangs fehlt. Ferner fällt auf, dass neuerdings neben Videospielen auch Zeichentrickfilme ins Kreuzfeuer geraten. Hier wird zwar kein Verbot, dafür aber die Zensur indirekt gefordert.

Aktuell wurde dieser Vorstoss im Plenum noch nicht behandelt, folglich steht die Antwort des Bundesrates in beiden Fragen noch aus. Wir werden euch natürlich, übrigens auch via Facebook und Twitter, auf dem Laufenden halten.

Wir sehen also, dass Game-Verbote noch lange nicht vom Tisch sind. Somit ist es jetzt wichtiger denn je, selber für sein Hobby aktiv zu werden.

Deshalb: Sei dabei!

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