Berner SP plant Volksinitiative gegen "Killerspiele"

Berner SP plant Volksinitiative gegen "Killerspiele"

Die Berner SP und ihr Rudelsführer Roland Näf will im Kampf gegen die Killerspiele einen Schritt weiter gehen. Wie die Aargauer Zeitung vom 27. März 2009 schreibt, sei eine Volksinitiative geplant, wenn der Bundesrat die bereits eingereichte Standesinitiative ablehnen wird.

Der Amokläufer von Winnenden (D) liebte  Killerspiele . Nun erhöht sich der Druck, solche Spiele zu verbieten. Der Berner SP-Grossrat Roland Näf gründet eine Lobbygruppe und spricht von einer Volksinitiative.

«Ich denke, dass eine Volksinitiative für das Verbot von Killerspielen gute Chancen hätte», sagt Roland Näf, Berner SP-Grossrat und Galionsfigur im Kampf gegen so genannte  Killerspiele. Näf ist überzeugt: Der Konsum von Killerspielen fördert gewalttätiges Verhalten. Deshalb spielt der Sozialwissenschafter mit dem Gedanken, zu einem späteren Zeitpunkt eine Volksinitiative zu lancieren › als Plan B.

Plan A ist eine Standesinitiative des Kantons Bern, die ein Verbot von Computerspielen fordert, in denen grausame Gewalt belohnt wird. Die Initiative wurde im April 2008 eingereicht und liegt derzeit beim Bundesrat, wie Näf sagt. Ihr Erfolg ist ungewiss. Der Bundesrat hat in der Vergangenheit ähnliche Vorstösse zur Ablehnung empfohlen. Die Begründung: Mit dem so genannten Brutalo-Artikel im Strafgesetzbuch seien eindringliche Darstellungen grausamer Gewalttätigkeiten bereits verboten. Es sei die Aufgabe der Kantone, die Straftaten von Amtes wegen zu verfolgen.

SP-Grossrat Roland Näf gibt sich mit dieser Antwort nicht zufrieden. In seinen Augen ist der Brutaloartikel zu vage formuliert, um ein juristisches Vorgehen gegen brutale Killerspiele zu erlauben. Näf selbst war im Sommer 2008 mit einer Klage gegen eine Mediamarkt-Filiale gescheitert, die das Spiel «Stranglehold» verkauft hatte. Nach diesem Misserfolg lancierte er eine nationale «Vereinigung gegen mediale Gewalt». Diese wird am 28. April in Bern gegründet und hat zum Ziel, im Parlament Lobbying zu betreiben. Gleichzeitig nimmt Roland Näf den Fachhandel wieder ins Visier. Er prüft eine Klage gegen eine Multimedia-Kette, die «Manhunt 2» anbietet. Das Computerspiel ist in Grossbritannien verboten. Computer-Gamer reagieren derweilen gereizt auf Näfs Kampagne. Im Forum «World of Games» steht: «Warum ein Verbot? Wäre es nicht besser, wenn man Eltern oder Händler bestraft, die Minderjährige diese Spiele spielen lassen?»

Aargauer Zeitung / MLZ 27.03.2009, Seite 3

Unglaublich, was Roland Näf zur Zeit alles herausposaunt. Aber es ist schliesslich wichtig im Gespräch zu bleiben, und die Chance beim Nacken zu packen. Wer weiss wann der nächste Amoklauf passieren wird, und Näf wieder aus den entsetzten Gemüter der Bevölkerung für seine politischen Aktivitäten einen Nutzen ziehen kann..

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0 #4 Athavariel 2009-04-03 21:31
Ich klammere mich da zum Glück an eine Statistik, dass Initiativen einen schweren Stand haben in der Schweiz.

Doch sicher darf man sich nie sein und wir müssten da doch richtig ranklotzen. Aber ich denke unsere Chancen gegen Näf sind intakt. Weil die Leute nicht dumm sind und sich von diesem Populismus am Ende nicht überzeugen lassen.

Zu dem, Nintendo und Wii sei dank, sind in den letzten Monaten viele Menschen zu Videospielern geworden. Videospiele haben in den letzten Monaten einen grossen Schritt gemacht zum respektierten Hobby.

Doch am Ziel sind wir (leider) noch nicht. Aber disen Kampf musste der Rock'n Roll auch gehen und er hat ihn gewonnen und die Videospiele werden diesen auch gewinnen.
 
 
0 #3 Thomas 2009-03-31 13:33
Er wird nicht aufgeben, bis er sein Verbot durchgestiert hat. Und wenn's Jahre dauert. Darum sollte die Community und deren Einsatz ja auch längerfristig bleiben, vor allem Öffentlichkeits arbeit wird irgendwann sehr wichtig sein. Sollte es dann wirklich so weit kommen, dass das Ganze vor das Volk geht, müssen wir bereits dafür gesorgt haben, dass die Lügen und Verleumdungen nicht mehr so stark in den Köpfen des Volkes verankert sind.
 
 
0 #2 Bonfire 2009-03-31 13:21
Autsch...

Also, wenn der Typ genügend Unterschriften sammelt, dann müssen wir ordentlich mobil machen! Also ich werde auf jedenfall alle Freunde, Verwandten etc. auffordern zu stimmen.... Und nicht nur die!
 
 
0 #1 Alain 2009-03-31 11:53
Es ist also keine Sekunde zu früh, gegen solche kurzsichtigen Aktionen vorzugehen und für unser Recht auf FPS-Games zu kämpfen.

Für einen anständigen Jugendschutz und gegen unsinnige Verbote!

Gegeninitiative82
 

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