Neuster Amoklauf: Experten stehen vor Rätsel

Neuster Amoklauf: Experten stehen vor Rätsel

altDer Fall des 16jährigen Mädchens, dass in einer deutschen Schule in St. Augustin offenbar einen Amoklauf plante und die Schule mit Molotowcocktails in Brand setzten wollte, gibt Experten Rätsel auf. Alleine die Tatsache, dass es sich hier nicht um eine männliche Person handelt ist ungewöhnlich, noch dazu gibt es keine Hinweise darauf, dass die junge Täterin jemals ein Gewaltspiel gespielt hat. Glücklicherweise wurde die junge Frau von einer Mitschülerin an der Tat gehindert, jedoch daraufhin von der Täterin daraufhin mit einem Messer leicht verletzt. Dennoch wirft das Täterprofil Fragen auf. Bisher war der typische Amokläufer männlich, spielte gewalthaltige Spiele und war ein Waffennarr. Der aktuelle Fall der Bonner Schülerin zeigt jedoch, dass das bisherige Täterprofil eines Amokläufers nicht allgemeingültig ist, und dass man durchaus Amokläufe planen kann, ohne jemals ein gewalthaltiges Spiel in der Hand gehalten zu haben.

Wie bei vielen Amokläufern hatte dieses Mädchen jedoch psychische Probleme, sie hatte Selbsmordgedanken und ihren Amoklauf bereits angeküngigt. Glücklicherweise wurde sie in letzter Sekunde gestoppt, so dass Schlimmeres verhindert werden konnte. Politiker, die lautstark ein Verbot von Gewaltspielen fordern, müssen nach diesem Fall wohl ihre Theorie überdenken, denn solch ein Verbot hätte in diesem Fall rein gar nichts gebracht.

Bildquelle: 20min.ch