Rochade im Bundesrat - Ändert sich das Spielfeld für Games in der Schweiz?

  • Adrian
  • 10. Dezember 2018
  • Politik
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Bildquelle Amherd: http://parlament.ch; Bildquelle Keller-Sutter: https://de.wikipedia.org

Am. 5. Dezember hat die Bundesversammlung zwei neue Bundesrätinnen gewählt: Viola Amherd & Karin Keller-Sutter. Diejenigen, welche die Diskussion rund um Verbote und Zensur von Computer- und Videospiele in der Schweiz mitverfolgt haben, werden die beiden Namen kennen. Was können Gamerinnen und Gamer von den neuen Bundesrätinnen erwarten?

Gestern erhielten wir den ersten Vorentwurf für das neue Bundesgesetz über den Jugendschutz bei Filmen und Videospielen (JSFVG). Diesen werden wir gemeinsam mit anderen Branchen- und Konsumentenvertretern sowie Repräsentanten des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) im März besprechen. Die GameRights-Leitung wird den Entwurf in Kürze durchgehen und sicherstellen, dass wir am nächsten Meeting in Bern alle für Gamer wichtigen Punkte sicherstellen können. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Letzten Herbst beauftragte die Bundesregierung das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) damit, bis Ende 2017 das erste Jugendschutzgesetz auf Bundesebene vorzulegen. Dieser Prozess läuft nun sein mehreren Monaten und GameRights sitzt selbstverständlich mit am Tisch. Eine Übersicht über den Stand der Dinge.

Hernani Marques

«Dann gibt’s in Zukunft halt keine Gameserver mehr in der Schweiz», äussert sich Hernani Marques kritisch zu den Auswirkungen der Revision des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF). Als Mitkoordinator des Referendums gegen das neue BÜPF sowie langjähriges Mitglied des Chaos Computer Clubs (CCC) hat er sich im Verlauf der letzten Monate und Jahre ausgiebig mit dem Gesetz befasst. Im Interview mit GameRights warnt er Gamerinnen und Gamer vor diesem Gesetz, denn betroffen sind auch Computer- und Videospiele.

Am 18. Oktober 2015 finden wieder eidgenössische Wahlen statt. Am Strassenrand reihen sich unlängst Plakate mit mehr oder weniger gelungenen Portraits und Parolen aneinander. Doch welche PolitikerInnen haben sich in Vergangenheit gegen Games ausgesprochen? Welche fordern Game-Verbote? Welche setzen sich sogar für einen fairen Umgang mit Games ein?
Damit niemand versehentlich einen Spielverderber oder eine Spielverderberin ins Parlament befördert, hat GameRights jetzt die Wahlhilfeplattform «GameVote» lanciert.

Es ist in aller Munde: Nationalrätin Jaqueline Fehr hat am vergangenem 12. März ein Postulat eingereicht, welches den Bundesrat auffordert einen Bericht zur Lage der Computer- und Videospielindustrie in der Schweiz zu verfassen. Unter den Mitunterzeichnern finden sich nicht nur SP-Parteikollegen von Fehr sondern auch prominente Namen von den Grünen, GLP, FDP, CVP und SVP. Jetzt stellt sich nur die Frage: Ist dies ein nachhaltiger Wechsel in der Haltung von Bundesbern oder nur Profilierung in einem Wahlkampfjahr?

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