Neue Hirnstudie: Virtuelle Gewalt ist doch nicht gleich reale Gewalt

Neue Hirnstudie: Virtuelle Gewalt ist doch nicht gleich reale Gewalt

Forschungsergebnisse. chip.deChip.de berichtete am 3. April in einem Onlinebericht über eine neue Hirnstudie, deren Autoren festgestellt haben, dass das Töten in Computerspielen nicht mit dem realen Töten gleichgesetzt werden kann. Spiele hassende und somit voreingenommene Forscher wettern aber immer noch gegen Games:

"Vehementer Gegner von „Killerspielen“ ist Professor Christian Pfeif­fer, Direktor des Krimino­lo­gi­schen For­schungs­instituts Nie­dersach­sen. Er meint, Kinder, die eine Spielekonsole besitzen, haben ein erhöhtes Risiko zur Gewaltauffälligkeit. „Eine Gesellschaft, die solche (= gewalt­hal­tige) Spiele auf den Markt lässt, ist krank“, so Pfeiffer. Er fordert neben der Indizierung straf­recht­liche Konsequen­zen, soll­ten Kinder an in­dizierte Spiele kommen. Gegner werfen ihm vor, seine Studienergebnisse sei­en wissen­schaftlich nicht fundiert."
Chip.de: Streitpunkt: Gegner würden Killerspiele am liebsten verbieten. http://www.chip.de/artikel/Brennpunkt-Fuehren-Computerspiele-zu-Gewalt-2_35958502.html

Er stigmatisiert damit nicht nur Gewalt darstellende Spiele, sondern gleich das gesamte Gaming insgesamt.

Und obwohl Spielehasser hierzulande sowie aus dem Ausland Studien kennen wollen, die reale und virtuelle Gewalt in direktem Kausalzuammenhang stellen, beweist ein Forschungsprojekt der Medizinischen Hochschule Hannover. Neurowissenschaftler PD Dr. Thorsten Fehr und sein Team entdeckten mithilfe eines Computertomographen Interessantes (siehe Bild am Anfang des Artikels):

"Im Computertomografen hatte der Neurowissenschaftler PD Dr. Thorsten Fehr mit seinem Team Gehirnaufnahmen von 22 männlichen Probanden gemacht. Man zeigte den Testpersonen unterschiedliche Gewaltsituationen – virtuelle Szenen aus Ego-Shootern und reale Videosequenzen mit echten Darstellern. Ergebnis: Die Gehirnbilder zeigen völlig unterschiedliche Aktivitätsmuster für reale und virtuelle Bilder. [...] Das Fazit der Forscher an der Uni Bremen: Die Studie spricht nicht dafür, dass mentale Konzepte virtueller Gewalt auf den realen Kontext übertragen werden."
Chip.de: Streitpunkt: Gegner würden Killerspiele am liebsten verbieten. http://www.chip.de/artikel/Brennpunkt-Fuehren-Computerspiele-zu-Gewalt-2_35958502.html
Roland Näf bezieht sich zwar auch auf Studienergebnisse, um seine Argumentation zu unterstützen, jedoch - welche?
"Langzeitstudien zeigen nämlich, dass sich auch ehemals friedliche Jungen nach mehreren Jahren des Konsums medialer Gewalt aggressiver verhalten."
Roland Näf: Killergames - Warum verbieten? http://www.naefpiera.ch/themen/killergames_warum_verbieten.pdf
Leider gibt er jedoch keine Quellen an. Ausserdem, wenn ich mir diesen Kommentar erlauben darf, wurde ich seit ungefähr dem elften Lebensjahr mit "medialer Gewalt" konfrontiert. Gut getan hat es mir vermutlich nicht, jedoch habe ich bis zum jetztigen Zeitpunkt nie darüber nachgedacht, irgendjemanden mit Waffengewalt ernsthaft Schaden zuzufügen oder sogar zu töten...